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17. April 2026Digitalisierung

Digitale Transformation erfolgreich gestalten: Menschen als Co-PilotenShaping digital transformation successfully: people as co-pilots

„wir haben die technologie eingeführt – aber die menschen nicht mitgenommen.“ diesen satz höre ich in strategie-gesprächen regelmäßig. und er trifft es auf den punkt. viele unternehmen investieren massiv in neue …New software alone rarely delivers the hoped-for result. Digital transformation only works when employees actively help shape the change themselves.

kurz gesagt

  • Technologie gibt es genug. Was entscheidet, ist die Frage, ob die Menschen, die sie anwenden sollen, als Co-Piloten behandelt werden oder als Passagiere.
  • "Wir haben die Technologie eingeführt, aber die Menschen nicht mitgenommen" ist der Satz, den ich in Strategiegesprächen am häufigsten höre.
  • Mitgenommen ist nicht informiert. Wer eine Schulung absolviert hat, weiß, wie das neue System funktioniert. Wer mitgestaltet hat, versteht, warum es sich lohnt.

Der Satz, der alles beschreibt

Ich höre ihn in Strategiegesprächen regelmäßig, und er sitzt jedes Mal: "Wir haben die Technologie eingeführt, aber die Menschen nicht mitgenommen." Investitionen in neue Software, Prozesse und Infrastruktur, danach Stagnation, Frust auf allen Ebenen, Produktivität, die nicht ansteigt.

Der Grund ist selten ein technisches Problem. Er liegt fast immer in der Annahme, dass eine neue Anwendung sich selbst erklärt, wenn sie nur gut genug ist. Das stimmt für einfache Werkzeuge. Es stimmt nicht für Systeme, die in komplexe Abläufe eingreifen, die Menschen seit Jahren kennen.

Was Co-Piloten von Passagieren unterscheidet

Im Cockpit gibt es zwei Rollen: den Piloten, der entscheidet, und den Co-Piloten, der mitdenkt, prüft und eingreift, wenn etwas nicht stimmt. Passagiere sitzen hinten, bekommen Anweisungen und warten ab.

In der digitalen Transformation gibt es dieselbe Unterscheidung. Mitarbeitende als Passagiere zu behandeln bedeutet: Sie werden informiert, geschult und dann erwartet, dass sie mitmachen. Mitarbeitende als Co-Piloten zu behandeln bedeutet: Sie werden beim Gestalten des neuen Ablaufs eingebunden, kennen den Grund hinter der Entscheidung und haben eine aktive Rolle beim Prüfen, ob der neue Weg funktioniert.

Der Unterschied entscheidet darüber, ob das neue System nach sechs Monaten noch genutzt wird oder ob die alten Abläufe still zurückgekehrt sind.

Warum Schulungen allein nicht reichen

Das häufigste Gegenargument lautet: "Wir haben ausführlich geschult." Schulungen beantworten die Frage: Wie klicke ich das? Sie beantworten nicht die Frage: Warum ist das besser als das, was ich bisher getan habe?

Wer diese zweite Frage nicht beantwortet bekommt, greift auf das zurück, was sich bewährt hat. Das ist kein Widerstand, das ist rationales Verhalten. Die Antwort liegt nicht in einer besseren Schulung, sondern in einer früheren und anderen Art der Einbindung.

Was dabei zu einem vollständigen Kompetenzaufbau gehört, erklärt Digitale Transformation: fünf Kompetenzen die zählen.

Vier Schritte für den Co-Piloten-Ansatz

  1. Den betroffenen Ablauf sichtbar machen, bevor die Software kommt. Wer nicht weiß, wie der Prozess heute läuft, digitalisiert die Umwege gleich mit. Wie das geht, zeigt Prozesse sichtbar machen.
  2. Die Menschen einbinden, die den Ablauf am besten kennen. Das sind selten die, die in der Entscheidungsrunde sitzen. Es sind die, die täglich darin arbeiten.
  3. Einen frühen Piloten mit einem kleinen Team durchführen. Was im Piloten schiefläuft, ist wertvolles Wissen. Was nach dem großen Rollout schiefläuft, ist teuer.
  4. Fortschritt für alle sichtbar machen. Nicht nur im Führungskreis, sondern dort, wo gearbeitet wird. Wer sieht, dass es vorangeht, macht mit.

Einordnung in core+

In core+ ist Digitalisierung ein Hebel im Feld execute & scale, nicht der Startpunkt. Bevor digitale Werkzeuge eingeführt werden, stehen Klarheit über den Ablauf und Struktur, in die das Werkzeug eingebettet wird. Eine Transformation, die dort anfängt, braucht keine groß angelegte Change-Kampagne, weil die Menschen bereits Teil des Prozesses sind.

Drei Entscheidungsfragen

  • Welches digitale Tool hast du in den letzten Jahren eingeführt, das deutlich weniger genutzt wird als erwartet, und wurden die späteren Nutzer dabei eingebunden?
  • Wer in deinem Unternehmen kennt den Prozess, den das nächste Tool verbessern soll, am besten, und war diese Person bei der Entscheidung dabei?
  • Was wäre der kleinste sinnvolle Pilot, mit dem du den neuen Weg in vier Wochen testen könntest?

Mehr zum Warum hinter fehlender Adoption unter Kompetenz vor Technologie. Geförderte Beratung über BAFA. Mehr unter Digitalisierung und Transformation.

in short

  • There is no shortage of technology. What decides is whether the people who are supposed to use it are treated as co-pilots or as passengers.
  • "We introduced the technology but did not bring the people along" is the sentence I hear most often in strategy conversations.
  • Brought along is not informed. Someone who completed a training knows how the new system works. Someone who helped shape it understands why it is worth it.

The sentence that says it all

I hear it regularly in strategy conversations, and it lands every time: "We introduced the technology but did not bring the people along." Investment in new software, processes and infrastructure, followed by stagnation, frustration at every level, and productivity that does not rise.

The reason is rarely a technical problem. It almost always lies in the assumption that a new application explains itself if it is good enough. That is true for simple tools. It is not true for systems that reach into complex processes people have known for years.

What sets co-pilots apart from passengers

In a cockpit there are two roles: the pilot who decides, and the co-pilot who thinks along, monitors and intervenes when something is off. Passengers sit in the back, receive instructions and wait.

Digital transformation has the same distinction. Treating employees as passengers means: they are informed, trained and expected to come along. Treating employees as co-pilots means: they are involved in shaping the new process, understand the reason behind the decision and play an active role in checking whether the new approach is working.

That distinction decides whether the new system is still being used after six months or whether the old processes have quietly returned.

Why training alone is not enough

The most common counter-argument is: "We trained extensively." Training answers the question: how do I click this? It does not answer: why is this better than what I was doing before?

Someone who does not get an answer to that second question falls back on what has worked. That is not resistance, it is rational behavior. The answer lies not in better training but in earlier and different involvement.

What a complete competence build-up looks like is explained in digital transformation: 5 competencies that count.

Four steps for the co-pilot approach

  1. Make the affected process visible before the software arrives. If you do not know how the process runs today, you digitise the workarounds along with it. The article making processes visible shows how.
  2. Involve the people who know the process best. These are rarely the ones sitting in the decision meeting. They are the ones who work in it every day.
  3. Run an early pilot with a small team. What goes wrong in the pilot is valuable knowledge. What goes wrong after the full rollout is expensive.
  4. Make progress visible to everyone. Not just in the leadership team, but where the work happens. People who see things moving tend to move with them.

How this fits in core+

In core+, digitalisation is a lever in execute & scale, not the starting point. Before digital tools are introduced, clarity about the process and the structure the tool is embedded in come first. A transformation that starts there does not need a large-scale change campaign, because the people are already part of the process.

Three questions for your initiative

  • Which digital tool have you introduced in recent years that is used significantly less than expected, and were the future users involved?
  • Who in your organization knows the process the next tool is supposed to improve best, and was that person part of the decision?
  • What would be the smallest useful pilot to test the new approach within four weeks?

More on the why behind low adoption under competence before technology. Funded consulting via BAFA. More under digitalisation and transformation.

Häufige FragenFrequently asked questions

Wie erkenne ich, ob meine Mitarbeitenden als Co-Piloten oder als Passagiere agieren?How do I tell whether my employees are acting as co-pilots or passengers?

Co-Piloten melden Probleme mit dem neuen System, bevor sie groß werden. Sie schlagen Verbesserungen vor und fragen nach dem Warum. Passagiere erfüllen Aufgaben, warten auf Anweisungen und melden Probleme erst, wenn sie jemand anders bemerkt hat.Co-pilots report problems with the new system before they grow. They suggest improvements and ask why. Passengers complete tasks, wait for instructions and raise problems only after someone else noticed them.

Was kostet es mehr: den Co-Piloten-Ansatz oder die Reparatur danach?Which costs more: the co-pilot approach or the repair afterwards?

Die Reparatur. Ein Pilot in einem Bereich mit echtem Feedback kostet Wochen. Ein gescheiterter Rollout kostet Monate, manchmal das gesamte Projektziel.The repair. A pilot in one area with genuine feedback costs weeks. A failed rollout costs months, sometimes the entire project goal.

Gilt das auch, wenn die Einführung von einem externen Anbieter begleitet wird?Does this apply even when the introduction is managed by an external provider?

Ja. Externe Anbieter kennen das System, aber nicht deine Prozesse. Die Menschen, die täglich darin arbeiten, tun das. Der Co-Piloten-Ansatz ergänzt jede externe Begleitung, er ersetzt sie nicht.Yes. External providers know the system, but not your processes. The people who work in them every day do. The co-pilot approach complements any external support, it does not replace it.

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