Wenn 1,2 Millionen Euro nicht reichen – warum Digitalisierung ohne Kompetenzaufbau scheitert
Ein mittelständisches Unternehmen investiert 1,2 Millionen Euro in eine neue ERP-Plattform. Achtzehn Monate später liegt die Akzeptanzrate bei unter 40 Prozent. Produktivitätsverlust, Frust auf allen Ebenen – und die Frage, die sich Geschäftsführung wie Belegschaft gleichermaßen stellt: Was ist schiefgelaufen? Die Antwort ist unbequem, aber klar: Digitalisierung scheitert selten an der Technologie. Sie scheitert an Menschen, die nicht mitgenommen werden.
Diese Geschichte ist kein Einzelfall. Sie wiederholt sich täglich in Unternehmen jeder Größe und Branche. Das Budget für Software, Hardware und Implementierung ist vorhanden – das Budget für echten, nachhaltigen Kompetenzaufbau hingegen nicht. Dabei ist genau das der entscheidende Faktor für den Erfolg jeder digitalen Transformation.
Das eigentliche Problem: fehlender Kompetenzaufbau bei Digitalisierungsprojekten
Im beschriebenen Fall war die ERP-Software technisch einwandfrei. Die Implementierung verlief nach Plan. Der Go-Live fand pünktlich statt. Und trotzdem: Von 340 Mitarbeitenden nutzten weniger als vier von zehn das neue System produktiv. Der Grund war kein technischer Bug, sondern ein strukturelles Versäumnis: Es fehlte ein durchdachtes Kompetenzaufbau-Programm, das die Menschen befähigt, mit dem neuen Werkzeug wirklich zu arbeiten – und es zu akzeptieren.
Was viele Unternehmen als „Schulung
