jobs to be done zwingt dich, nutzerabsichten zu verstehen, bevor du eine zeile baust.
32 folien
neue konsumprodukte scheitern. 30.000 werden pro jahr gestartet.
meine erfahrung: oft liegt es weniger an der umsetzung als daran, was gebaut wird.
nicht weil sie schlecht bauen. weil sie zu früh bauen.

when people find themselves needing to get a job done, they essentially hire products to do that job for them.when people find themselves needing to get a job done, they essentially hire products to do that job for them.

der unterschied liegt im startpunkt der frage.
erst den job verstehen, dann lösungen bewerten. nicht umgekehrt.
in welchem moment entsteht der bedarf? was löst die suche nach einer lösung aus?
welchen fortschritt will die person erreichen? was soll danach besser sein?
was steht zwischen dem heutigen zustand und dem angestrebten ergebnis?

eine fast-food-kette verstand erst durch jtbd, warum milchshakes morgens verkauft wurden.
der echte job: pendler wollten einen sättigenden, einhändig benutzbaren zeitvertreib für die fahrt. nicht einen shake.
offene gespräche ersetzen den standardisierten fragebogen.
mit menschen, die kürzlich für oder gegen das angebot entschieden haben.
mein vorschlag: drei offene gespräche als probelauf. chainrelations nennt für jtbd 8 bis 12 interviews.
digital oder physisch, um trigger, situationen und rahmenbedingungen sichtbar zu machen.
als [person] will ich [fortschritt], damit [ergebnis]. vorgefertigte job-sätze halten lösungsneutral.
ki strukturiert interviews und beobachtungsprotokolle vor. das team priorisiert auf dieser basis.
erst wenn druck und anziehung stärker sind als angst und gewohnheit, wechseln menschen.
frustrationen mit der aktuellen lösung zwingen zur suche nach einer alternative.
das versprechen, dass die neue lösung den job besser erledigt.
die sorge, dass die neue lösung enttäuscht oder mehr aufwand macht als erwartet.
die bequemlichkeit des bekannten hält viele beim status quo, selbst wenn sie unzufrieden sind.
wenn das team denselben job vor augen hat, fallen priorisierungsentscheidungen schneller.
klar formulierte nutzerziele inklusive anwendungssituation, auslösendem ereignis und zielzustand.
jobs sortiert nach relevanz, als grundlage für scope-entscheidungen und roadmap.
alle im team verstehen dieselben nutzerziele. kleinteilige lösungsdebatten verlieren ihre grundlage.
methodik und prüfinstanz veröffentlicht strategyn nicht.
| Kategorie | Wert |
|---|---|
| odi (strategyn) | 86 |
| branchendurchschnitt | 17 |
setz jtbd dort ein, wo die anforderungen noch offen sind.
die methode wirkt über das einzelne projekt hinaus.
meine einordnung: die methoden ergänzen sich, jtbd schärft die gesuchte absicht.
| jtbd | klassische analyse | design thinking | |
|---|---|---|---|
| startpunkt | absicht der person | geplante features | empathie für die person |
| kernfrage | was will jemand erreichen? | was soll es können? | wie erlebt jemand das problem? |
| ergebnis | priorisierte jobs | anforderungsliste | personas und ideen |
| stärke | unklare anforderungen | definierte systeme | offene innovationssuche |
dagegen hilft: lösungsneutral formulieren, lösungsdebatten stoppen, management vorab verpflichten.
jobs werden an bestehenden features gespiegelt. ergebnis: anforderungen statt fortschritte.
wenn anforderungen nicht durch neue erkenntnisse verändert werden dürfen, ist jtbd wirkungslos.
unterschiedliche blickwinkel im team auf dieselbe situation erzeugen konkurrierende jobs und mehr abstimmung.
von christensens erster formulierung bis zum praxisreifen werkzeug.
in 13 jahren wurde aus christensens idee eine methode
wähle eine konkrete nutzungssituation aus deinem aktuellen projekt. führe drei offene interviews ohne fragenkatalog als probelauf; für ein belastbares projekt planst du danach acht bis zwölf. formuliere einen job, der kein feature nennt.
Folie 1 von 34: wer den job deiner kunden kennt, entscheidet besser
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