produktentscheidungen · 2026
Jobs To Be Done zwingt dich, Nutzerabsichten zu verstehen, bevor du eine Zeile baust.
25 Folien
warum jetzt
erfolgsrate
Erfolgsrate mit JTBD-Ansatz gegenüber 17 % bei herkömmlichen Methoden
Der Unterschied liegt bei 69 Prozentpunkten.
why — der kern
theoriebegründer
Customers don’t buy products. They hire them to get a job done.
grundprinzip
Der angestrebte Fortschritt des Nutzers ist der eigentliche Job.
Welches Ziel verfolgt jemand in einem bestimmten Moment, unabhängig von Produkten oder Technologie?
Lösungsneutral denken heißt: erst den Job verstehen, dann Lösungen bewerten. Nicht umgekehrt.
3 kernfragen
In welchem Moment entsteht der Bedarf? Was löst die Suche nach einer Lösung aus?
Welchen Fortschritt will die Person erreichen? Was soll danach besser sein?
Was steht zwischen dem heutigen Zustand und dem angestrebten Ergebnis?
how — die methode
5 schritte
Von der ersten Situation bis zum priorisierten Job in fünf Phasen.
aufwand
Zeitaufwand pro Session, geeignet für 4–8 Personen oder Einzelarbeit
Moderat im Einsatz, hoch im Ertrag.
3 werkzeuge
Digital oder physisch, um Trigger, Situationen und Rahmenbedingungen sichtbar zu machen.
Vorgefertigte Job-Sätze helfen, lösungsneutral zu formulieren: Als [Person] will ich [Fortschritt], damit [Ergebnis].
KI strukturiert Interviews und Beobachtungsprotokolle vor. Das Team priorisiert auf dieser Basis.
praxisbeispiel
McDonald’s verstand erst durch JTBD, warum Milchshakes morgens verkauft wurden.
Der echte Job: Pendler wollten einen sättigenden, einhändig benutzbaren Zeitvertreib für die Fahrt. Nicht einen Shake.
what — einsatzgebiete
7 einsatzfelder
Von der Anforderungsanalyse bis zur Unternehmensstrategie.
proof — wirkung
vergleich
Der Unterschied liegt im Startpunkt der Frage.
| Kategorie | Wert |
|---|---|
| JTBD-Ansatz | 86 % |
| Herkömmlich | 17 % |
methodik
Der Fortschritt, den Menschen erreichen wollen, ist der eigentliche Job. Lösungen sind nur Mittel zum Zweck.
3 ergebnistypen
Klar formulierte Nutzerziele inklusive Anwendungssituation, auslösendem Ereignis und Zielzustand.
Jobs sortiert nach Relevanz — als Grundlage für Scope-Entscheidungen und Roadmap.
Alle im Team verstehen dieselben Nutzerziele. Abstimmungsaufwand sinkt spürbar.
risiken kennen
3 risiken
Jobs werden an bestehenden Features gespiegelt. Ergebnis: Anforderungen statt Fortschritte.
Wenn Anforderungen nicht durch neue Erkenntnisse verändert werden dürfen, ist JTBD wirkungslos.
Unterschiedliche Teamblickwinkel auf dieselbe Situation erzeugen konkurrierende Jobs und erhöhen Abstimmungsaufwand.
grenzen verstehen
Hoher Erkenntnisgewinn bei unklaren Anforderungen, frühen Projektphasen und Weiterentwicklung. Sind Jobs bereits klar und situativ verankert, bestätigt JTBD vor allem, was das Team schon ahnte.
| Kategorie | Erkenntnisgewinn |
|---|---|
| Unklare Anforderungen | 90 % |
| Frühe Projektphase | 85 % |
| Weiterentwicklung | 75 % |
| Bereits priorisierte Anforderungen | 30 % |
6 erfolgsfaktoren
Sechs Bedingungen, unter denen die Methode ihre volle Wirkung entfaltet.
theorie-timeline
Von Christensens erster Formulierung bis zum praxisreifen Werkzeug.
20 Jahre JTBD — von Idee zur Methode
Harvard Business School: Customers hire products to do a specific job.
What Customers Want: der Job hat diskrete Stufen.
Moesta, Speak, Fowlkes: Jobs To Be Done Handbook.
Christensen et al.: Competing Against Luck etabliert JTBD.
nächster schritt
Wähle eine konkrete Nutzungssituation aus deinem aktuellen Projekt. Führe drei offene Interviews ohne Fragenkatalog. Formuliere danach einen Job, der kein Feature nennt. Das reicht für den ersten echten Erkenntnisgewinn.
Folie 1 von 25: Was wollen Menschen wirklich erreichen?
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